Trinkwasser

Nitratreduktion im Trinkwasser mithilfe einer Umkehrosmoseanlage von TDL Energie

Die steigende Nitratbelastung im Grundwasser und die damit in Zukunft höheren Kosten der Trinkwasserbehandlung treten immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.
Nitrat (NO3-) ist eine Stickstoffverbindung. Stickstoff ist ein elementarer Bestandteil aller Lebewesen.
Nitrat ist potentiell gesundheitsgefährdend und kann über chemische Reaktionen zu Methämoglobinämie/Blausucht bei Menschen und insbesondere bei Kindern führen, bzw. eine Vorstufe potentiell giftiger und krebserregender Nitrosamine bilden.

Dies führte im Rahmen der Trinkwasserverordnung von 2001 zu einer Etablierung des Nitratgrenzwertes im Trinkwasser von maximal 50 mg/l, welcher jedoch 2016 bei 28 % der Grundwassermessstellen in Deutschland überschritten wurde.

Die Hauptquelle für den Nitratstickstoff im Grundwasser ist der Nährstoffeintrag aus dem landwirtschaftlichen Bereich, vor allem durch organische Düngemittel wie Gülle und andere Tierexkremente, bedingt durch den stetigen Anstieg der Fleischproduktion, sowie Gärreste aus der Energieproduktion durch Biogasanlagen. Da der für 2030 angestrebte Überschuss-Wert von 70 kg N/ha 2013 um fast 40 % überschritten wurde, ist davon auszugehen, dass auch in den folgenden Jahren der Nitrat-Grenzwert in vielen Grundwasserbrunnen nicht eingehalten werden kann, oder im schlimmsten Fall die Kontamination noch ansteigt.

Um die Nitratkonzentration im Grundwasser nachhaltig zu reduzieren, gibt es verschiedene Lösungswege. Der sicherlich nachhaltigste – wenn auch längerfristigere – Weg liegt auf der Erzeugerseite. In der Reduzierung der Stickstoffmenge durch eine Reform der intensiven Fleischproduktion sowie dem Rückbau oder der Reformierung von Biogasanlagen, wie z. B in Dänemark .

Alternativ kann das kontaminierte Grundwasser mithilfe verschiedener Techniken wie z.B. Elektrodialyse oder biologische Verfahren aufgereinigt werden. Nachteilig zeigen sich hierbei die hohen Betriebskosten.